Ein gut gelauntes Grüppli von 9 Turnerinnen fuhr am 25.06. abends mit dem Bus nach Würenlos an den alljährlich stattfindenden Nachtmarsch. Obwohl wir schon um ca. 18.00 h auf dem Schulhausplatz eintrafen, herrschte dort schon grosser Betrieb. Wir meldeten unsere Gruppe als „Spanisch-Brötli“ an und dann konnte es losgehen.

Wir begannen beim Posten 8, Korbball. Eigentlich war dies der letzte Posten, aber weil er sich auf dem Schulhausplatz befand, konnten wir dort beginnen. Man durfte den Ball aus 3 verschiedenen Distanzen werfen: gerade unter dem Korb stehend, 2 Meter oder 5 Meter Abstand vom Korb. Je weiter man vom Korb entfernt war, desto mehr Punkte gab es, wenn man traf. Wir waren nicht besonders gut, 1 Einwurf gelang uns.

Weiter ging‘s zum Posten 1. Der befand sich auf einer Anhöhe. Also spazierten wir noch eine kleine Strecke durchs Dorf und stiegen den Hügel hinauf. Es war ziemlich heiss, die Sonne brannte und wir kamen keuchend und schwitzend oben an!! Vor uns warteten schon 3 oder 4 andere Gruppen. Wir verstanden nicht ganz, warum alle beim Posten 1 weiter machen mussten und nicht ein paar Gruppen in umgekehrter Richtung (Posten 7, 6, 5, usw.) unterwegs waren, aber das wäre eine Sache der Organisation gewesen! Beim Posten 1 ging es um eine Schätzfrage. Wie viele Meter oder Kilometer war ein Kirchturm, ein Haus, ein Baum, usw. von unserer jetzigen Position entfernt? Wir schnitten sehr gut ab bei diesen Fragen!

Weiter ging‘s nun wieder abwärts zum nächsten Posten, meinten wir, aber nein, an einem Stand durften alle die Lust hatten ein Glas Weisswein «Federweiss» der Fam. Erni vom Hotel Blume in Baden kosten, oder den Durst mit einem Glas Wasser löschen. Eine gelungene Überraschung! Vielen herzlichen Dank!

Beim Posten 2 ging es darum, kleinere und grössere Plastikstiefel in eine am Boden gezeichnete, runde Skala, zu werfen. Wer in die Mitte traf, bekam am meisten Punkte.

Posten 3 = Wasser schöpfen vom Furtbach. Monika stieg barfuss ein paar Stufen zum Furtbach hinunter. Sie bekam 2 Plastiksäckli. Das erste Säckli füllte sie mit Wasser, reichte dieses an Kolleginnen weiter und zuletzt spurtete Heidi mit dem gefüllten Säckli  ein paar Meter zu einem Eimer und leerte das Wasser hinein. Unterdessen wurde der 2. Plastiksack von Monika gefüllt, usw. Innert 2 Minuten sollte der Eimer ganz mit Wasser gefüllt sein. Wir schafften es!!

Posten 4 = Kirschsteine spucken. Wir bekamen Kirschsteine und sollten diese in kleinere und grössere, mehr oder weniger weit entfernte Gefässe spucken. Je weiter, desto mehr Punkte gab es. Ich denke, die Männer konnten das besser als wir Frauen!

Beim Posten 5 ging es darum, auf Fotos einige Pflanzen und Logos von Autos zu erkennen und zu zuordnen. Dies schafften wir auch ganz gut.

Der Posten 6 war auf dem Rand eines schönen Brunnens im Dorf aufgebaut. Plastikbecherli waren zu einem Turm aufgebaut. Mit dem Wasserstrahl aus einer grossen, schweren Wasserpistole musste der Turm zerstört werden. Das war eine schwierige Aufgabe, weil die Wasserpistole so schwer war und man genau erkennen musste, wohin man den Wasserstrahl richten musste, damit der Turm im Brunnen landete. Wir schafften es jedenfalls nicht.

Beim Posten 7 wurden uns einige Fragen über das Dorf Würenlos gestellt.

Mittlerweile waren wir wieder auf dem Schulhausplatz angekommen. Bevor wir uns zum Nachtessen begaben, löste noch jeder für sich eine Schätzfrage: Wie viele feine Hörnli (Teig-waren) befinden sich in einem Glasgefäss von ca. 1 Liter? Wir waren alle weit unter dem richtigen Resultat. Es waren mehr als 4‘000 im Gefäss!!

Nun kamen wir zum gemütlichen Teil des Abends. Wir genossen den feinen Fleischkäse mit Kartoffelsalat und ein Glas Wein dazu. Das hatten wir verdient und es musste ja niemand Auto fahren… Mit Spannung erwarteten wir die Rangverlesung. Und siehe da: an 24-ster Stelle standen die „Spanisch-Brötli“ von Baden; 36 Gruppen waren gemeldet! Bravo, super, wir werden ja jedes Jahr besser!

Für mich spielt der Rang eigentlich keine grosse Rolle, sondern, dass ich mit meinen Turnkolleginnen einen schönen, lustigen, fröhlichen und lehrreichen Abend verbringen durfte. Und den hatten wir sicher.      

Franziska Szegedi

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